Seliger Georg Häfner, liturgische Texte


 

Seliger Georg Häfner

Liturgische Texte für die Heilige Messe

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast den seligen Priester und Märtyrer Georg Häfner zum Zeugen deines Erbarmens erwählt und sein Lebensopfer in der Gefangenschaft angenommen; lass uns durch sein Beispiel die Liebe des Erlösers erkennen, Dich und die Menschen lieben und besonders den Feinden vergeben.Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Amen

LESEHORE ZWEITE LESUNG

Aus dem Brief an die Eltern vom 9. Dezember 1941 von Georg Häfner: Es ist vom Herrgott bestimmt, dass ich den Kreuzweg weiter gehe. Am Donnerstag komme ich sehr wahrscheinlich nach Dachau. Macht Euch deswegen keine allzu große Sorgen. Ohne den Willen Gottes geschieht nichts. Ich habe mich sehr gefreut, lieber Vater, dass Du mich heute besucht hast. Du hast Dich tapfer gehalten und Dein Kreuz, Dein Segen, den Du mir auch im Namen der lieben Mutter auf die Stirn gedrückt hast, wird nicht umsonst sein; ich verlass mich drauf; denn in der Heiligen Schrift heißt es, Vater Segen baut den Kindern Häuser. Mich hat es je mehr angegriffen, dass ich fast kein Wort herausgebracht habe. Ich wollte Dir zuletzt noch sagen: ich hoffe, dass recht bald die Zeit wiederkommt, wo ich zu Euch Vater und Mutter sagen kann. Verzeiht mir da alles, wodurch ich Euch gekränkt und Sorgen gemacht habe. Ich danke Euch herzlich mit tausendfachem Vergelt’s Gott, dass Ihr mich habt Priester werden lassen, wenn Ihr auch jetzt zusammen mit dem priesterlichen Sohn das Kreuz tragen müsst. Wir tragen es zusammen geduldig, das gibt mir besondere Kraft und besonderen Trost. Ich trage es und ihr helft mir dabei durch Euer Gebet, durch Eure Geduld, durch Euere Gottvertrauen, durch Eure Ergebung in den Willen Gottes. Keinem Menschen wollen wir fluchen, keinem etwas nachtragen, mit allen wollen wir gut sein. Liebe Mutter! ich nehme es Dir nicht übel, ich verstehe es wohl, dass Du heute nicht dabei sein konntest. In der Person des lieben Vaters warst Du auch dabei. Geht auch recht oft zu den heiligen Sakramenten, besonders zur heiligen Kommunion, dann kann es an dem Segen Gottes nicht fehlen.

Responsorium

R Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten. Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit.

V Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Christus will ich erkennen und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen.

Oration

Allmächtiger Gott, du hast den seligen Priester und Märtyrer Georg Häfner zum Zeugen deines Erbarmens erwählt und sein Lebensopfer in der Gefangenschaft angenommen; lass uns durch sein Beispiel die Liebe des Erlösers erkennen, Dich und die Menschen lieben und besonders den Feinden vergeben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit.

Amen

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