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In der Zeitung „DIE TAGESPOST“ erschien am 06.04.2013 folgender Leserbrief:
Seligsprechung von Opfern des nationalsozialistischen Terrors
Sie bezeugten das Licht der Auferstehung
Zur Meldung „Olpener Ordensfrau kann selig gesprochen werden“ (DT vom 03.April): zusammen mit dem Seligsprechungsdekret für Schwester Maria Theresia Bonzel wurde am selben Tag, dem27.03.2013, noch ein anderes Dekret unterzeichnet, das für uns Christen in Deutschland wichtig sind. Auch für P. Giuseppe Girotti wurde das Seligsprechungsverfahren beendet mit der Anerkennung als Märtyrer. Er wird nun selig gesprochen. Der italienische Dominikanerpater starb am Ostersonntag 01. April.1945 im KZ Dachau durch eine Benzinspritze. In unserem Land vollendete er seinen Lebenslauf im Martyrium.
Im deutschsprachigen Raum gibt es kaum Informationen über diesen barmherzigen Professor und Exegeten des Alten Testaments, dessen Liebe zu allen Armen und Leidenden und besonders zu den „älteren Brüdern“, dem Jüdischen Volk, ihn ins Konzentrationslager gebracht hat. Auch dort endete seine Liebe nicht.
Bitte berichten Sie doch auch über diesen Mann Gottes. Er wird der 54. Häftling aus dem KZ Dachau sein, der zur Ehre der Altäre erhoben wird. Leider ist das wenig bekannt. Im KZ Dachau waren rund 2 800 Geistliche und unzählige Laien um ihres Glaubens Willen inhaftiert. Über hundert wurden als Märtyrer anerkannt.
Dieser Schatz der Kirche ist bisher zu wenig bekannt. Die Erfahrungen dieser Männer, die in der grausamen, scheinbar gottlosen Hölle des Lagers ihren persönlichen Kreuzweg mit dem Herrn erlitten und Ihr Leben gaben, erreicht und beeindruckt auch nicht-gläubige Menschen. Das Zeugnis dieser Märtyrer braucht unsere Zeit!
Gestärkt durch die Sakramente, Gebet und das Wort Gottes leisteten diese Männer Übermenschliches im Engagement für Mitgefangene in konkreter Nächstenliebe und im seelsorglichen Einsatz. Viele haben in der Annahme des unvorstellbaren Leides inneren Frieden und Freude erlebt und ausgestrahlt. Sie bezeugen, dass die Liebe und die Macht des Auferstandenen stärker ist als Hass und Tod, dass Verzeihen möglich ist. Was für eine Botschaft für uns heute! Für weitere Informationen möchte ich auf unsere Homepage hinweisen: www.selige-kzdachau.de
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Monika Neudert, Sprecherin des Freundeskreises Selige aus dem KZ Dachau, 85221 Dachau
Am 03.02.2013 jährte sich der Todestag des seligen Alojs Andritzki zum 70. mal.
Zum morgendlichen Gottesdienst in der Kapelle des Karmel, Dachau, fanden sich zahlreiche Gläubige ein. Besonders die Mitglieder der Kolpingfamilie waren zahlreich und mit Fahnen erschienen um ihn zu ehren, Andritzki war auch Präses der Kolpingfamilie in Dresden gewesen. Nach dem Gottesdienst wurde ein Foto des Seligen gesegnet.
Bei der anschließenden Führung, in der Gedenkstätte des KZ Dachau, berichteten Herr Schmidinger und P. Klaus Spiegel, katholische Gedenkstättenseelsorge, vom Leben der Geistlichen im KZ Dachau und veranschaulichten ihren Bericht mit zahlreichen Zitaten.
Zum Abschluss des 70. Todestages fand im Pfarrheim St. Peter, Dachau, ein Vortrag über die Seligen aus dem KZ Dachau und Alojs Andritzki statt. Frau Monika Neudert sprach über Leben und Leiden der Geistlichen und ihre Bedeutung für unser Leben als Christen heute. Alojs Andritzki stellte sie mit Bildern und Zitaten vor und erzählte aus seinem Leben. Die weiteren 52 Seligen wurden ebenfalls kurz vorgestellt. Bei den anschließenden Diskussion meldeten sich viele Zuhörer zu Wort, obwohl Bewohner Dachaus und Münchens, war ihnen die Verfolgung der Kirche im Dritten Reich und die Gemeinschaft der Geistlichen im KZ Dachau wenig bekannt. Insbesondere die Seligen faszinierten und begeisterten die Zuhörer.
Seliger Alojs Andritzki, bitte für uns!
Bilder dazu finden Sie in der Fotogalerie 2013
Bilder dazu finden Sie in der Fotogalerie 2013
Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.
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BYLADEM1DAH